Teen Finance ist eine digitale Finanzbildungsplattform für Kinder & Jugendliche
(App) plus Eltern-Guides & Kurse – ergänzt um B2B- / White-Label-Lösungen für Banken, Vertriebe und Schulen.
Problem: Teens wachsen in einer volldigitalen Geldwelt auf (In-App-Käufe, Abos, Karte), aber bekommen kaum praktische Finanzbildung.
Lösung: App & Lernmodule, die Geldverhalten sichtbar machen, Entscheidungen reflektieren und Eltern mit einem klaren Modell (30–30–30–10) entlasten.
USP: Behavioral-Finance-Ansatz + Gamification + White-Label-Fähigkeit für Finanzinstitute & Strukturvertriebe.
Business Case (Beispielszenario, EUR):
Break-Even in Jahr 3 im moderaten Wachstumsszenario.
Kapitalbedarf Pre-Seed / Seed: ca. 300.000 € (Produkt, Marketing, Team).
Sparziele mit Progress (z. B. Sneaker, Trip, Technik).
Fehlkauf-Check & Reflexionsfragen nach Käufen.
Lernmodule & Challenges (z. B. „7 Tage keine Impulskäufe“).
AI Money Coach für einfache Fragen („Kann ich mir X leisten?“).
Eltern-Seite:
30–30–30–10-Modell zur Geldaufteilung.
Guides zu Taschengeld, Abos, digitalen Käufen, Sparen & Vorsorge.
Optionale Eltern-Kurse & Webinare.
B2B- / White-Label-Modul: anpassbare Version für Banken, DVAG, Schulen & Vereine.
Produktpositionierung: Kein „Trading für Kids“, kein Produktverkauf – sondern Finanzbildung & Verhaltenstraining,
kompatibel mit verantwortungsvollen Finanzprodukten von Partnern.
03 · Modell
Geschäftsmodell & Umsatzströme
B2C – Eltern & Familien
Freemium-App: Basisfunktionen kostenlos, Premium-Abo für Familien.
Premium-App-Abo (Beispiel):
9 €/Monat brutto pro Familie (netto ca. 7–8 € effektiv).
Features: AI-Coach, tiefe Analysen, mehrere Kinder, Advanced-Challenges.
Eltern-Produkte:
Eltern-Guide (PDF/Slides) als Lead-Magnet (kostenlos).
Online-Kurs „Geld & Teens ohne Drama“ (z. B. 49–99 €).
Live-Workshops / Masterclasses (z. B. 149–299 € pro Familie).
B2B – Schul- & Bildungslizenzen
Lizenzmodell pro Klasse / Jahr:
z. B. 500–1.500 € pro Klasse / Jahr (abhängig von Umfang & Support).
Schul- oder Träger-Flatrates (Pauschale pro Schule / pro Jahr).
B2B – Banken, FinTechs, Versicherer, DVAG & Co.
Licence / SaaS: jährliche Lizenz pro Bank / Region / Direktion (White-Label / Co-Branding).
Dealgrößen (Beispiel):
Pilot: 10.000–30.000 € pro Jahr.
Roll-out: 30.000–150.000 €+ pro Jahr (je nach Reichweite & Anpassung).
Optional Revenue-Share bei B2C-Upgrades (Kurse / Premium-Abos über Partner-Kanäle).
Umsatzmix-Ziel (langfristig): ~30 % B2C, ~70 % B2B/White-Label – hohe Skalierung über wenige große Partner,
Brand-Building über B2C und Medien.
04 · Markt
Markt, Zielkunden & Wettbewerb
Zielkunden
Primär B2C: Eltern von Kindern & Teens (ca. 10–18 Jahre).
B2B: Schulen, Jugendorganisationen, Stiftungen.
Finanzbranche: Banken mit Jugendkonten, FinTechs, Versicherer, DVAG & ähnliche Vertriebe.
Wettbewerb (High-Level)
„Taschengeld-Apps“ & Banking-Apps für Kids (Fokus auf Konto, nicht Bildung).
Klassische Finanzbildung (Broschüren, Schulprojekte, PDFs ohne App-Integration).
Einzelne EdTech-Plattformen mit Finanzmodulen (oft nicht auf Familien-Alltag zugeschnitten).
Differenzierung:
Kombination aus App, Eltern-Guides & B2B-white-label-fähiger Infrastruktur.
Verhaltensfokus (Fehlkäufe, Abo-Fallen, Social-Media-Einflüsse) statt nur Theorie.
Bewusste Produktneutralität → kompatibel mit vielen Partnern, keine Konkurrenz zu Banken.
05 · Go-To-Market
Go-To-Market & Sales-Strategie
Phase 1 – Proof-of-Concept (0–12 Monate)
Launch MVP-App + Eltern-Guide.
Aufbau LinkedIn-Präsenz & TikTok/Reels für Eltern + Teens.
1–2 Piloten mit Schulen / Vereinen.
1–2 Pilotkooperationen mit Finanzberatern / kleineren Direktionen.
Phase 2 – Wachstum (12–36 Monate)
Skalierung über:
Online-Kurse & Webinare für Eltern.
Roll-out von Schulprojekten (Bundesland / Träger-weit).
Banken- & DVAG/Vertriebs-Deals (White-Label).
Aufbau eines kleinen Sales-Teams (B2B / Education / Finanzpartner).
Sales-Kanäle
Inbound
Content-Marketing (Posts, Videos, Guides).
Lead-Magnet (Eltern-Guide, 7-Tage-Challenge).
Webinare & Events.
Outbound
Direktansprache Schulen, Vereine, Stiftungen.
LinkedIn-Outreach an Banken, FinTechs, DVAG & Co.
Netzwerk & persönliche Kontakte nutzen (z. B. Pilot mit engagierten Direktionen).
06 · Finanzplan
Finanzplan & Budget (3-Jahres-Szenario)
Hinweis: Zahlen sind beispielhafte Annahmen („Growth Case, aber nicht völlig unrealistisch“) – dienen dir als Basis,
um in Excel oder für Banken/Investoren anzupassen.
Annahmen Umsatz (Beispiel)
Preis Premium-Abo: ca. 9 €/Monat brutto, effektiv ~96 €/Jahr pro Familie (netto gerechnet).
Zusätzlich B2B/White-Label-Deals mit steigender Anzahl.
Umsatzquelle
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
B2C · zahlende Familien (durchschnittlich)
250 Familien
1.500 Familien
5.000 Familien
B2C-Umsatz (à ~96 €/Jahr)
24.000 €
144.000 €
480.000 €
B2B/White-Label Piloten & Lizenzen
36.000 € (z. B. 3x 12k)
96.000 € (z. B. 4x 24k)
240.000 € (z. B. 10x 24k)
Gesamtumsatz
60.000 €
240.000 €
720.000 €
Kosten- & Budgetplan (Beispiel)
Lean Team mit Fokus auf Produkt & Sales, Gehälter teilweise Gründer-diszipliniert.
Kostenblock
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Founder-Gehalt(e)
36.000 €
48.000 €
60.000 €
Entwicklung (1 → 3 Devs)
60.000 €
120.000 €
180.000 €
Marketing-Personal
24.000 €
48.000 €
72.000 €
Customer Success / Support / Ops
0 € (Gründer & Freelance)
36.000 €
60.000 €
IT / Infrastruktur / Tools
12.000 €
24.000 €
36.000 €
Freelancer / Recht / Beratung
30.000 €
30.000 €
36.000 €
Marketing-Budget (Paid Ads, Produktion)
30.000 €
60.000 €
100.000 €
Gesamtkosten (OPEX)
192.000 €
366.000 €
592.000 €
Ergebnisplanung (EBITDA, Beispiel)
Position
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Gesamtumsatz
60.000 €
240.000 €
720.000 €
Gesamtkosten
192.000 €
366.000 €
592.000 €
EBITDA
-132.000 €
-126.000 €
+128.000 €
Interpretation:
Jahr 1–2: Aufbau & Wachstum, klar negativer Cashflow akzeptiert.
Jahr 3: erstes profitables Jahr im Beispiel-Case, mit Luft nach oben bei schnellerer Skalierung oder strafferem Kostenmanagement.
07 · Finanzierung
Finanzierungsplan & Investorenrunde
Kapitalbedarf (Beispiel)
Summe der geplanten Verluste aus Jahr 1 und Jahr 2 + Sicherheitspuffer:
Verlust Jahr 1: ca. 132.000 €.
Verlust Jahr 2: ca. 126.000 €.
Summe: 258.000 €.
Puffer (ca. 20 %): ~50.000 €.
Ziel-Kapitalbedarf Pre-Seed / Seed: ca. 300.000 €.
Struktur der Finanzierungsrunde (Vorschlag)
Runde: Pre-Seed / Seed, 300.000 €.
Investorentypen:
Business Angels mit EdTech/FinTech-Background.
Family Offices mit Fokus auf Bildung & Impact.
Strategische Investoren (Bank, FinTech, Vertrieb) mit Minority-Stake.
Valuations (Beispiel, zu verhandeln):
z. B. Pre-Money-Bewertung 1,5–2,0 Mio. €.
Bei 300k Investment → ca. 13–17 % Equity.
Use of Funds (Vorschlag)
Bereich
Anteil
Betrag (bei 300k)
Produkt- & Feature-Entwicklung
40 %
120.000 €
Marketing & Vertrieb (inkl. Content-Produktion)
30 %
90.000 €
Team / Operations / Support
20 %
60.000 €
Recht, Compliance, Reserven
10 %
30.000 €
Story für Investoren:
„Wir nutzen 300k, um Produkt-Markt-Fit zu beweisen, 3–5 starke B2B-Partner / Piloten zu gewinnen und einen
wiederholbaren Marketing-Funnel aufzubauen. Ab Jahr 3 ist das Modell skalierbar & profitabel.“
08 · Crowdfunding
Crowdfunding & Community-Finanzierung
Crowdfunding kann die Eigenkapitalrunde ergänzen und gleichzeitig Community & Medienaufmerksamkeit bringen.
Use-Case Crowdfunding
Zielvolumen: z. B. 50.000–150.000 € als Teil der Gesamtfinanzierung.
Gegenleistungen:
Lebenslanger Rabatt auf App-Abos / Kurse.
Exklusive Eltern-Masterclasses & Q&A-Sessions.
„Founding Family“-Status in der App / Credits.
Geschichtenfokus:
„Wir bauen die Finanzbildung, die wir alle als Kinder gebraucht hätten.“
Real Stories von Eltern & Teens (anonymisiert / freiwillig).
Crowdfunding ersetzt keine saubere Finanzierungsrunde, aber:
liefert Social Proof und Community;
reduziert Kapitalbedarf bei Angels / VCs;
erzeugt Presse & organische Reichweite.
09 · Kooperationen
Finanzinstitute, DVAG & White-Label
Strategie mit Banken & Finanzinstituten
Positionierung: „Education & Engagement Layer“ für Jugendkonten & Familienprodukte.
Kooperationsformen:
Co-Branding: App & Guide „powered by Bank X“.
White-Label: Bank-eigene Version auf Teen-Finance-Technologie.
Integrierter Vertriebskanal für App / Kurse über bestehende Kundenbasis.
Finanzieller Hebel:
Fixe Jahreslizenzen (inkl. User-Kontingent).
Optionale Umsatzbeteiligung bei Upgrades (Premium-Version, Kurse).
Strategie mit DVAG & Strukturvertrieben
Narrativ:
„Wir kümmern uns nicht nur um Ihre Altersvorsorge, sondern auch um die Finanzbildung Ihrer Kinder.“
Produkte:
„Family Education Kit“: App + Eltern-Guide + Workshop-Skripte für Berater.
Direktions-Lizenz: X Familienzugänge pro Jahr.
Vorgehen:
Pilot mit 1–2 engagierten Direktionen (20–50 Familien), 3-Monats-Test.
Auswertung & Case-Study → Skalierung in der Struktur.
Wichtig: Teen Finance bleibt EdTech / Bildung.
Keine Produktvermittlung, keine Konkurrenz zu Banken oder DVAG.
Stattdessen: Mehrwert-Tool, das deren Beratungsgespräche stärkt.
10 · Risiko & Meilensteine
Risiken, Mitigation & Meilensteine
Haupt-Risiken
Product-Market-Fit: Teens nutzen App nicht regelmäßig, Eltern springen ab.
B2B-Sales-Zyklen: Lange Entscheidungswege bei Banken / Schulen.
Regulatorik: Abgrenzung zu Finanzberatung & Einhaltung Datenschutz.
Wettbewerb: Banken / große Player bringen eigene Lite-Lösungen.
Mitigation
Schnelle Beta mit kleiner Community, ständiges Feedback, UX-Optimierung.
Parallel-Strategie: B2C + B2B → nicht von einem Kanal abhängig.
Mindestens 2–3 B2B-Partner (Bank/Vertrieb/FinTech) im Pilot (Monat X+12).
3.000+ zahlende Familien & 5–10 B2B-Deals (Ziel Jahr 2–3).
Fazit:
Teen Finance ist ein ernstzunehmendes Geschäftsmodell mit klaren Umsatzpfaden (B2C & B2B),
kalkulierbarem Kapitalbedarf (~300k Pre-Seed/Seed) und großem strategischem Upside durch
Kooperationen mit Finanzinstituten & Vertrieben.