Kapitel
01 · Produkt & Tech
Von MVP zu „Benutzbar“
Ziel: Eine Version von Teen Finance, die real von Teens & Eltern nutzbar ist, Live-Demos erlaubt und Daten liefert –
ohne direkt alle Open-Banking-Fixtures zu brauchen.
Konto- & Daten-Setup
Phase 1 – Minimal Viable:
Manuelle Eingabe von Einnahmen & Ausgaben (Betrag, Kategorie, Datum, Kommentar).
Vordefinierte Kategorien: Snacks, Gaming, Shopping, Abos, „Schutzengel“-Budget, Sparziele.
30–30–30–10-Visualisierung aus diesen Kategorien.
Phase 2 – Semi-Automation:
CSV-Upload (z. B. Prepaid-Karte / Kontoexport) mit Kategorie-Zuordnung.
Regelbasierte Auto-Kategorisierung (z. B. Händlernamen, Betragsmuster).
Phase 3 – Open Banking / Prepaid-Integration:
API zu Partnerbank / Prepaid-Karte (Leserechte).
Sichere Token-Integration, klare Einwilligungen & Datenschutz.
Onboarding-Flow
Teens (Gamified, einfach)
Sprachstil: Du, Emojis erlaubt, kurze Sätze.
Fragen:
Wie viel Geld bekommst du ungefähr im Monat?
Was sind deine typischen Ausgaben (Top 3)?
Worauf sparst du gerade oder würdest gern sparen?
Direkt nach Onboarding: erstes Sparziel + erste 30–30–30–10-Aufteilung.
Eltern (Struktur & Regeln)
Sprachstil: ruhig, kompetent, entlastend.
Fragen:
Wie alt ist dein Kind / deine Kinder?
Wie läuft Taschengeld aktuell (Betrag, Rhythmus)?
Gibt es typische Konflikte bei Geld?
Setup:
30–30–30–10 Vorschlag basierend auf Antworten.
Option, eigene Regeln & Limits zu definieren.
Demo-Account
Ein klickbarer „Demo“-Modus mit vorbefüllten Daten:
1 Teen-User inkl. Sparziel & Ausgabenverlauf.
Ein Eltern-Dashboard mit 30–30–30–10-Übersicht.
Ideal für Pitches, Webinare, Screenshots & Sales-Demos.
Analytics & Tracking (Kernmetriken)
Daily Active Users (DAU), Weekly Active Users (WAU), Monthly Active Users (MAU).
Anzahl:
Gesetzter Sparziele/Monat.
Abgeschlossener Challenges/Monat.
Fehlkauf-Reflexionen (z. B. „War es das wert?“ Antworten).
Retention-Kohorten: wie viele Teens/Eltern bleiben nach 1, 4, 12 Wochen aktiv?
Content-Pipeline (Lernmodule & Challenges)
Level 1–10: progressives Lernsystem (z. B. Budget, Abos, Schulden, Ziele, Konsum & Social Media).
Für jedes Level:
Kurz-Erklärungen (Text/Video).
Mini-Challenges (z. B. „1 Woche jede Ausgabe tracken“).
Quizfragen & Szenarien („Was würdest du tun, wenn…?“).
Plan: jeden Monat X neue Module / Challenges hinzufügen → „Content as a Service“.
Checklist Produkt & Tech
MVP mit manuellem Budget-Tracking fertig & testbar.
Onboarding-Flow Teen & Eltern implementiert.
Demo-Account für Sales & Pitches eingerichtet.
Analytics (DAU/WAU, Ziele, Challenges, Fehlkäufe) aktiv.
Content-Roadmap Level 1–10 definiert.
02 · Recht & Compliance
Ohne das wirst du zerschossen
Kids + Geld + Daten = hohe Sensitivität. Teen Finance braucht ein klares, sauberes Compliance-Fundament.
Datenschutz & DSGVO
Privacy Policy (mehrschichtig):
Version für Eltern (voller Umfang, rechtliche Details).
Verständliche Kurz-Version für Teens („Was passiert mit deinen Daten?“).
B2B-Komponente (welche Daten in Piloten / White-Label fließen).
Datenstandort: EU-Server, klare Angaben zu Hosting-Partnern.
Einwilligung / Altersgrenze:
Klare Regelung für Nutzung unter 16 Jahren (Elternfreigabe / Consent-Flow).
Protokollierung der Einwilligungen (wer, wann, wofür).
Finanzrecht-Abgrenzung
Explizit definieren:
„Teen Finance gibt keine Anlage- oder Versicherungsberatung.“
„Alle Inhalte dienen der Bildung, Reflexion & Simulation.“
Disclaimer sichtbar:
In App (Onboarding + Footer/Settings).
Auf Landingpage & Website.
In Pitchdecks & B2B-Unterlagen.
Nutzungsbedingungen (AGB)
Trennung: Eltern-Accounts vs. Teen-Accounts.
Regeln zu:
Verantwortung der Eltern (Aufsicht, Freigaben).
Haftungsausschlüsse (z. B. für Finanzentscheidungen außerhalb der App).
Umgang mit Missbrauch, Sperrungen, Datenlöschung.
Sprache: juristisch korrekt, aber verständlich – ggf. mit Kurzfassung „In einfach“.
B2B-Verträge (DVAG, Banken, Schulen)
White-Label / Lizenzvertrag
Lizenzumfang (Branding, Feature-Set, Region, Laufzeit).
Vergütung (Fix, Staffel, Revenue Share).
Support-Level & SLA.
AVV & Pilot-Verträge
Auftragsverarbeitung (Daten, Zwecke, Sub-Prozessoren).
Pilot-Vertrag:
Laufzeit (z. B. 3–6 Monate).
Umfang (Anzahl Nutzer, Klassen, Familien).
KPIs & Feedback-Rechte.
Checklist Recht & Compliance
Privacy Policy (Eltern, Teens, B2B) ausgearbeitet & juristisch geprüft.
Einwilligungslogik & Altersfreigaben definiert.
Disclaimer in App, Website & Dokumenten implementiert.
Nutzungsbedingungen (AGB) für B2C fertig.
Standard-AVV & Pilot-/Lizenzvertrag für B2B vorbereitet.
03 · Company & Equity
Investoren-Ready Setup
Investoren & große Partner wollen sehen: Wem gehört was, wer entscheidet, wie sieht die Incentive-Struktur aus?
Gesellschaftsstruktur
Operating Entity: z. B. Teen Finance GmbH (hält IP, schließt Verträge, stellt Team ein).
Optional Holding: Domvs Avrea O.P.N Holding GmbH als Dach & IP-Halter, Operating als Tochter.
Klare Zuordnung:
IP-Rechte an Software & Inhalten.
Vertragsführende Einheit für B2B & Investoren.
Cap Table
Aktuelle Verteilung (z. B. Gründer, Alt-Gesellschafter, angeliche Anteile).
Transparenz für Investoren:
Wer bringt was mit (Rolle, Know-how, Zeit)?
Vesting-Regeln (für neue Co-Founder / Key-People).
ESOP / VSOP-Plan
Pool von ca. 5–10 % der Anteile für Key-Mitarbeiter (z. B. Dev Lead, Head of Sales, Marketing Lead).
Struktur:
Vesting über 4 Jahre, 1 Jahr Cliff.
Klarer Plan, wann & wie Optionen gewährt werden.
Investoren-Dokumente
Investment Memo (1–2 Seiten):
Problem, Lösung, Markt, Modell, Team, Traction, Use of Funds.
Fokus auf EdTech + FinTech + Family + White-Label-Potenzial.
Term-Sheet-Template:
Betrag, Bewertung (Pre-/Post-Money).
Equity/Anteil, Liquidationspräferenz, Informationsrechte.
Board-/Advisory-Struktur (optional).
Checklist Company & Equity
Operating-Gesellschaft definiert & IP sauber zugeordnet.
Cap Table klar dokumentiert & verständlich visualisiert.
ESOP/VSOP-Pool & Grundregeln festgelegt.
Investment-Memo erstellt.
Term-Sheet-Template für erste Gespräche vorbereitet.
04 · Proof & Validation
„Zeig mir, dass das gebraucht wird“
Investoren, Banken & Schulen wollen reale Signale: Nutzen das Leute? Verändert es etwas?
Pilot-Design
Pilot 1 – Eltern/Familien:
50–100 Familien über 3 Monate.
Inkl. App-Zugang, Eltern-Guide, 1–2 Online-Sessions.
Pilot 2 – Schule / Jugendorganisation:
1–2 Klassen oder Jugendgruppen.
Inkl. Unterrichtsmaterial, App, Lehrer-Guides.
Pilot 3 – Finanzvertrieb / Bank:
1 Direktion / Filiale / Region.
Berater nutzen Teen Finance als Mehrwert für Familienkunden.
Messpunkte & Feedback
Vorher/Nachher-Befragungen:
„Hat dein Kind mehr Überblick über sein Geld?“
„Gibt es weniger Streit über Geldthemen?“
„Wie sicher fühlst du dich beim Thema Taschengeld & digitale Ausgaben?“
KPIs:
Nutzungshäufigkeit (1x pro Woche, 3x pro Woche, etc.).
Anzahl gesetzter Ziele & abgeschlossener Challenges.
Qualitative Zitate & Stories (anonymisiert).
Testimonials & Case Stories
2–3 Familien-Storys:
Kurzform Text (vorher/ nachher) + optional Video (mit Zustimmung).
1–2 Statements von Lehrern / Jugendleitern.
1 Statement von Finanzberater / Bankpartner:
„Hilft uns, mit Familien anders ins Gespräch zu kommen.“
Checklist Proof & Validation
Pilot-Designs (Eltern, Schule, Finanzpartner) schriftlich ausgearbeitet.
Feedback-Fragebögen & NPS-Logik erstellt.
Pilot-Partner identifiziert & angesprochen.
Mindestens 1 Pilot gestartet, 1 ausgewertet.
3–5 starke Testimonials / Case Stories dokumentiert.
05 · Monetarisierung
Feintuning: Pricing, Bundles & Billing
Preise sind nicht nur Zahlen, sondern Positionierung. Teen Finance soll wertig, aber zugänglich sein.
Pricing-Varianten
Monat vs. Jahr:
Monat: z. B. 9 €/Monat (flexibel, testbar).
Jahr: z. B. 96 €/Jahr (2 Monate gratis, stabiler Cashflow).
Family Plan:
Alle Kinder der Familie, 1 Eltern-Dashboard.
Optional: Upgrade für zusätzliche Features (z. B. mehr Ziele, mehr Analytics).
Schulplan:
Preis pro Klasse / Jahr oder Schullizenz mit Staffelpreisen.
Bundles
B2C Bundles
„Starter“: App + Eltern-Guide (Standard).
„Deep Dive“: App + Guide + Online-Kurs.
„Family Coaching“: App + Kurs + Live-Session / Q&A.
B2B Bundles
„Edu Basic“: App-Access + Lehrmaterial.
„Edu Plus“: Basic + Workshops + Reporting.
„White-Label Pro“: Co-Branding + Custom Modules + Marketing-Toolkit.
Payment & Billing
B2C:
Payment-Provider: Stripe / Paddle / Mollie (Subscriptions, EU-konform).
In-App-Billing (Apple / Google) optional, aber Gebühren & Auflagen beachten.
B2B:
Jährliche Rechnungsstellung, optional halbjährlich.
Staffelpreise nach Anzahl Nutzer / Klassen / Regionen.
Checklist Monetarisierung
Klar definierte Preisstruktur (Monat, Jahr, Family, Schule).
Mindestens 2–3 B2C-Bundles und 2–3 B2B-Bundles beschrieben.
Payment-Provider ausgewählt & technisch integrierbar.
Billing-Flow für B2B (Rechnung, Zahlungsziele) geklärt.
Launch-Specials / Early-Adopter-Angebote definiert.
06 · Operations
Wer macht was, wenn es losgeht?
Teen Finance braucht einen schlanken, aber klaren Operating-Mode: Support, Releases, Partner-Betreuung.
Support & Kommunikation
Support-Channel:
E-Mail-Adresse (z. B. support@…).
Optional: In-App-Formular / Chat.
FAQ-Bibliothek für:
Eltern (Datenschutz, Preise, Inhalte).
Teens (Fehlkäufe, Ziele, Challenge-Regeln).
B2B-Partner (Login, Reports, Integration).
Standard-Antworten (Templates) für typische Fragen.
Release-Rhythmus
Technische Releases alle X Wochen:
Bugfixes, Performance, kleine Features.
Content-Releases:
Neue Challenges, Module, Anpassungen von Quiz & Guides.
Öffentlicher Changelog (Light-Version) + Roadmap-Teaser:
Transparenz für User & Partner.
Partner-Enablement (DVAG, Banken, Schulen)
Partner Kit (Digital)
PDF: „So setzt ihr Teen Finance ein“ (Use-Cases, Best Practices).
Slides für interne Präsentationen der Partner.
Q&A-Dokument („Häufige Fragen von Eltern, Teens, Kunden“).
Onboarding & Training
Kurz-Video oder Live-Session für Berater / Lehrer.
Demo-Account & How-to-Guide.
Kontaktpunkt bei Fragen (Partner-Success-Rolle).
Checklist Operations
Support-Kanäle & Antwortzeiten definiert.
FAQ-Bereich für B2C & B2B erstellt.
Release- & Content-Rhythmus festgelegt.
Partner-Kit mit PDFs, Slides & Q&A vorbereitet.
Verantwortlichkeiten im Team klar verteilt.
07 · Story & Brand
Why You & Why Now
Teen Finance ist mehr als eine App – es ist eine Story. Und du bist als Person Teil des Produkts.
Deine Story-Bausteine
Geprüfter Börsenhändler: tiefe Markt- & Finanzkompetenz.
KI- & FinTech-Developer: baust reale Produkte, nicht nur Slides.
Familienvater mit Praxis: echte Erfahrungen mit Kindern & Geld.
Mission: „Finanzbildung ist der neue Buchdruck-Moment – wir dürfen das Feld nicht nur den Gegnern der Vernunft überlassen.“
Wo die Story hin muss
About-Us-Section:
Klare Founder-Story: Warum hast du das gestartet? Welches Problem hast du selbst erlebt?
Pitchdeck-Slide „Team & Why Us“:
Kombi aus Finance-Know-how, KI/Tech, Pädagogik- & Familienperspektive.
Webinare, Podcasts, Panels:
Immer: persönliche Geschichte + Vision für eine Generation, die nicht mehr „Finanzblind“ sein soll.
Brand-Voice
Für Teens: direkt, ehrlich, humorvoll, kein Bullshit, keine Moralpredigt.
Für Eltern: ruhig, strukturiert, entlastend, klar.
Für Banken / DVAG / Schulen: kompetent, lösungsorientiert, compliance-aware.
Brand-Positionierung:
„Teen Finance – Die Money-App, die deine Kids wirklich benutzen.
Mit einem System, dem du als Elternteil vertrauen kannst.
Und einer Struktur, die Banken & Schulen skalieren können.“
Checklist Story & Brand
Founder-Story & Mission klar formuliert (Text & Kurzversion).
„Team & Why Us“-Slide im Pitchdeck fertig.
About-Us-Section auf Landingpage erstellt.
Brand-Voice-Guidelines für Teens, Eltern & B2B definiert.
1–2 Podcast-/Interview-Pitches vorbereitet.