DIE ORBITRON RETAIL-TRADING-SUITE

LeMarché & GoldShield — 49 Werkzeuge, jedes gegen den echten Code geprüft

Keine Marketing-Behauptungen. Nur, was tatsächlich rechnet.

Genitus Inc. · Domvs Aurea

Wichtiger Hinweis: LeMarché, GoldShield und der gesamte Orbitron-Stack sind keine Anlageberatung und keine Finanzdienstleistung. Dieser Stack ist ein wissenschaftliches und technisches Experimentierprojekt eines Einzelentwicklers und dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken. Alle Kennzahlen, Signale, Analysen und Chat-Antworten sind experimentelle Software-Ausgaben ohne Gewähr auf Richtigkeit oder Vollständigkeit — keine Kauf-/Verkaufsempfehlung, keine Gewinnzusage. Jede Trading- oder Investment-Entscheidung liegt vollständig in der eigenen Verantwortung der Leserin/des Lesers.


Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort — Nur was im Code steht
  2. Das Frage-zu-Handoff-Modell
  3. Teil A — LeMarché Desktop (41 Tools)
  4. Teil B — GoldShield Desktop (8 Tools)
  5. Teil C — Die Prompt-Bibliothek
  6. Teil D — Best Practices nach Rolle
  7. Anhang — Vollständiger Tool-Index
  8. Für wen ist das?

Vorwort — Was du hier bekommst

„Ein EOD-/Marktdaten-Proxy oder ein regelbasiertes Analysemodul ist kein LLM. Eine generierte Interpretation ist keine verifizierte Markttatsache.“

LeMarché und GoldShield sind zwei zusammengehörige Arbeitsflächen für alle, die Märkte selbst analysieren wollen — mit echten Formeln statt Blackbox-Versprechen. LeMarché ist die deterministische Seite: 41 Werkzeuge für Chartanalyse, Risikomanagement und quantitative Modelle, jedes mit nachvollziehbarer Formel. GoldShield ist die konversationelle Seite: 8 Werkzeuge für Chat, Bildanalyse, Trading-Pläne und Budgetcoaching, davon 7 mit echtem KI-Modellaufruf, der seine Aussagen an echten Marktdaten verankert statt frei zu improvisieren — eines (AI Journal) ist bewusst ein deterministischer Regel-Score ohne Modellaufruf, siehe Teil B.

Der Unterschied zu praktisch jedem anderen Trading-Tool-Buch: jede einzelne Beschreibung in diesem Buch wurde gegen den tatsächlichen, lauffähigen Programmcode geprüft — nicht aus dem Toolnamen geraten, nicht aus einer Produktbroschüre übernommen. Zwei unabhängige technische Prüfungen haben jede Datei einzeln geöffnet und jede Formel, jeden Schwellenwert, jeden KI-Modellaufruf mit dem Quellcode abgeglichen.

Das hat auch unbequeme Wahrheiten ans Licht gebracht, die hier stehen bleiben, statt wegretuschiert zu werden: Neural Funds ist kein neuronales Netz, sondern ein einfacher Aktienkorb-Index — und trotzdem ein nützliches Werkzeug. AI Journal nutzt kein Sprachmodell, sondern einen schnellen, deterministischen Regel-Score. Solche Klarstellungen sind im Buch farblich markiert — nicht um zu beschönigen, sondern weil ein Werkzeug, das man versteht, mehr wert ist als eines, das nur beeindrucken soll.

49 Werkzeuge. Jedes mit Formel, Bedienung und einem konkreten Anwendungsfall aus der Praxis. Keines davon ist Vermutung.


Das Frage-zu-Handoff-Modell

Jedes der 49 verifizierten Werkzeuge lässt sich in denselben sechsstufigen Kreislauf einordnen:

Frage stellen → richtige Oberfläche wählen → vorhandene Evidenz prüfen → berechnen oder generieren lassen → wichtige Aussagen verifizieren → Unsicherheit dokumentieren → Handoff (Übergabe an nächsten Schritt/nächste Person)

Frage stellen: Symbol, Zeitrahmen, Ziel und die exakte Entscheidung benennen, die geprüft werden soll.

Richtige Oberfläche wählen: Deterministische Frage (Kurs, Indikator, Formel) → LeMarché. Konversationelle Frage (Einordnung, Chat, Bild-/Chartanalyse in Sprache) → GoldShield.

Evidenz prüfen: Bevor ein Werkzeug etwas ausgibt — welche Daten liegen ihm tatsächlich vor?

Berechnen oder generieren lassen: Ein einziger sauberer Durchlauf, ohne mehrere Annahmen gleichzeitig zu verändern.

Verifizieren: Besonders bei GoldShield-Ausgaben — jede wichtige Behauptung gegen ein LeMarché-Modul oder eine benannte Quelle gegenchecken.

Unsicherheit dokumentieren und Handoff: Eingaben, Zeitstempel, Ausgabe und offene Fragen so festhalten, dass die Arbeit reproduzierbar bleibt.


TEIL A — LeMarché Desktop

41 verifizierte Tools, geprüft gegen den echten Code in `0-LeMarche-addons/` und `0-VOLUMEN/`

LeMarché ist die evidenzbasierte Arbeitsfläche für Marktfragen. Jedes der folgenden Werkzeuge wurde einzeln als Datei extrahiert und sein tatsächlicher JavaScript-Code gelesen — Formeln, Schwellenwerte und Berechnungslogik sind hier keine Vermutung.

A.1 — Navigation

LeMarché Home

Beschreibung: Dashboard mit Live-Kursabruf und automatischer Markteinschätzung (Datei: LeHOME.html).

Benefits: Ein einziger Blick liefert RSI, gleitende Durchschnitte, Momentum und ein automatisches Bullish/Bearish-Label, statt jeden Wert einzeln nachzuschlagen.

Logik: Berechnet RSI (Wilder-Glättung, Periode 14), SMA, Tagesrange-Volatilität ((H-L)/L in %) und 10-Tage-Momentum in Prozent. Ein Sentiment-Algorithmus leitet aus Momentum-Vorzeichen und Kursposition relativ zu SMA20 ein Bullish/Bearish/Neutral-Label plus technischen Score (0-2) ab.

Handelsweise: Symbol eingeben oder Favorit anklicken → Startseite zeigt RSI/SMA20/SMA50/Momentum/Volatilität und das automatische Sentiment-Label.

Real-Life Use Case: Der morgendliche Rundgang durch die Watchlist beginnt hier: ein Blick auf das Sentiment-Label pro Symbol entscheidet, wohin man als Nächstes vertieft.

LeMarché Workshell

Beschreibung: Der Fenster-Manager/Taskbar-Code der Desktop-App (Datei: LeMarche-WORKSHELL.html).

Benefits: Mehrere Werkzeuge parallel offenhalten, ohne den Kontext zu verlieren.

Logik: Enthält keine eigene Markt- oder Berechnungslogik — reiner App-Shell-Code: `openApp()` lädt Tools als iframes, dazu Tab-Rendering, Sidebar-Toggle und Theme-Umschaltung. Das ist auch nicht seine Aufgabe: Es ist der Rahmen, in dem die übrigen 40 Tools laufen.

Handelsweise: Dient als Andockleiste, über die die anderen Tools als Kacheln/Tabs geöffnet werden.

Real-Life Use Case: Mehrere Chart-Tools und ein Rechner werden gleichzeitig als Tabs offengehalten, während zwischen ihnen hin- und hergewechselt wird.

A.2 — Marktdaten & Signale

Breakout Scanner

Beschreibung: Erkennt Konsolidierungsphasen und deren Ausbrüche nach einer Minervini/VCP-artigen Methodik (Datei: BREAKOUT-SCANNER.html).

Benefits: Findet Symbole am Ende einer echten, engen Konsolidierung — nicht nur bei irgendeiner Kursbewegung.

Logik: `detectBases()` markiert Phasen, in denen die 20-Tage-Handelsspanne unter einem Schwellenwert (Standard 8 %) bleibt und mindestens 10 Tage andauert. Für jede Basis werden Range-Enge, Volumenkontraktion und ATR-Kompression berechnet. Ein Ausbruch gilt als bestätigt, wenn der Kurs die Basis um mehr als 0,5 % mit einer Volumen-Ratio ≥1,2 verlässt.

Handelsweise: Symbol/Liste scannen → Tool zeigt aktive Konsolidierungsbasen mit Länge, Enge und Kontraktionswerten, und markiert erfolgte Ausbrüche.

Real-Life Use Case: Ein Symbol konsolidiert seit zwölf Tagen in einer engen 6-%-Range mit fallendem Volumen — der Scanner markiert es als Basis kurz vor einem möglichen Ausbruch.

Broker Signals

Beschreibung: Erzeugt Long/Short-Signale nach vier wählbaren Zeitfenster-Methoden (Datei: BROKER-AI.html).

Benefits: Vier unterschiedliche, aber jeweils simple und nachvollziehbare Regeln statt einer Blackbox — passend zum eigenen Zeithorizont wählbar.

Logik: Realtime: Long wenn Preis über (Hoch+Tief)/2, Ziel/Stop ±1 %. Täglich: Long wenn letzter Schlusskurs über dem vorletzten, Ziel ±4 %/Stop ±2 %. Wöchentlich: 3-Tage-SMA gegen die davorliegenden 3-5 Tage, Ziel ±8 %/Stop ±4 %. Monatlich: aktueller vs. ältester Schlusskurs in rund 45 Tagen, Ziel ±20 %/Stop ±10 %. Jede Methode liefert zusätzlich eine feste Positionsgrößen-Empfehlung (100/50/25/10 %).

Handelsweise: Zeithorizont wählen → Tool erzeugt pro Symbol eine Long/Short-Karte mit Entry/Ziel/Stop nach der gewählten Methode.

Real-Life Use Case: Für eine Wochenendentscheidung wird die Weekly-Methode genutzt, für einen Intraday-Einstieg dieselbe App im Realtime-Modus — beides mit klar unterschiedlichen, aber jeweils festen Prozentregeln.

Denarius

Beschreibung: Zwei kombinierte Engines: ein 10-Punkte-Momentum-Score und eine ungewöhnliche „Vormonats-Basis“-Logik (Datei: DENARIUS.html).

Benefits: Verbindet einen klassischen Multi-Faktor-Score mit einem selten genutzten, an Options-Verfallstage angelehnten Referenzpunkt.

Logik: Score: +2 Kurs>SMA50, +1,5 Kurs>SMA20, +1,5 SMA20>SMA50, +1,5 RSI>50, +0,5 RSI<70, +0,5 RSI>30, +1 Momentum20>0, +1,5 Momentum20>8 % → LONG ab 6, HOLD ab 4,5, sonst SHORT. Die „Basis“-Funktion nimmt den Schlusskurs des letzten Freitags (Fallback Donnerstag) des Vormonats als Referenz und vergleicht den aktuellen Kurs dagegen: Abstand über +0,3 % → LONG, unter -0,3 % → SHORT.

Handelsweise: Symbol laden → Momentum-Score-Karte und „Basis“-Tab zeigen gemeinsam die Trendrichtung relativ zum Referenzpunkt des Vormonats.

Real-Life Use Case: Der Score zeigt HOLD, aber der Kurs liegt bereits deutlich über der Vormonats-Basis — zwei unabhängige Signale desselben Tools, die zusammen mehr sagen als jedes einzeln.

Ticker Terminal

Beschreibung: Kein Signalgeber, sondern ein durchsuchbares Symbol-Verzeichnis (Datei: TICKER.html).

Benefits: Schneller Zugriff auf komplette Börsen-Symbollisten mit eigener Watchlist-Verwaltung.

Logik: Lädt Börsen-/Symbollisten, filtert und sortiert per Buchstaben-Sprungleiste, verwaltet eine lokale Watchlist (localStorage), zeigt einen Mini-Chart per Klick und exportiert als CSV. Keine Indikator- oder Signalberechnung.

Handelsweise: Börse wählen → Symbolliste durchsuchen/filtern → Symbole zur Watchlist hinzufügen oder als CSV exportieren.

Real-Life Use Case: Ein unbekanntes Tickerkürzel aus einer Nachricht wird hier schnell gesucht, per Mini-Chart grob eingeordnet und bei Interesse zur Watchlist hinzugefügt.

A.3 — Chartanalyse

Charts Bot

Beschreibung: Automatische Kerzenmuster-Erkennung mit über 20 Mustern (Datei: charts-bot.html).

Benefits: Erkennt systematisch Muster, die man beim manuellen Scannen leicht übersieht.

Logik: `detectPatterns()` nutzt präzise geometrische Kennzahlen — Körperanteil an der Gesamtrange, Docht-zu-Körper-Verhältnisse, Vergleich mit Vorkerzen — um Doji, Bullish/Bearish Engulfing, Hammer, Shooting Star, Morning/Evening Star, Tweezer Top/Bottom u. a. zu erkennen.

Handelsweise: Chart laden → erkannte Muster werden automatisch markiert und mit Bull/Bear/Neutral-Einstufung im Musterpanel gelistet.

Real-Life Use Case: Nach einem längeren Abwärtstrend markiert der Bot ein Morning-Star-Muster am aktuellen Tiefpunkt — ein Hinweis, den Chart genauer zu prüfen.

Keikin Ashy (Heikin-Ashi)

Beschreibung: Heikin-Ashi-Glättung mit automatischer Farbwechsel- und Trendserien-Erkennung (Datei: KEIKIN-ASHY.html).

Benefits: Filtert Kursrauschen heraus und zählt zusätzlich, wie lange ein Trend bereits anhält.

Logik: Exakte Standardformel: haClose=(O+H+L+C)/4, haOpen[i]=(haOpen[i-1]+haClose[i-1])/2 (erste Kerze: (O+C)/2), haHigh/haLow aus Max/Min von High/Low/haOpen/haClose. `detectFlip()` erkennt Farbwechsel und zählt die Länge der aktuellen Farbserie als Trendbestätigungsmaß.

Handelsweise: Symbol/Zeitrahmen wählen → Heikin-Ashi-Chart mit automatischer Flip-Markierung (Farbwechsel = mögliches Trendende) und Streak-Zähler.

Real-Life Use Case: Eine 14 Kerzen lange grüne Serie bricht zum ersten Mal — der Streak-Zähler auf null macht den möglichen Trendwechsel sofort sichtbar, bevor er im Rohchart auffällt.

L'Average

Beschreibung: Multi-SMA-Crossover-System mit acht wählbaren gleitenden Durchschnitten (Datei: LAVERAGE-BOT.html).

Benefits: Beliebige SMA-Kombinationen gleichzeitig vergleichen, statt einzelne Perioden nacheinander zu testen.

Logik: SMA 3/5/10/20/40/50/100/200 per Checkbox aktivierbar. `detectCrosses()` vergleicht den kürzesten mit dem längsten aktiven SMA; Kreuzung von unten nach oben → Long-Marker, umgekehrt → Short-Marker.

Handelsweise: Gewünschte SMAs aktivieren → Tool zeichnet sie ein und markiert Kreuzungen zwischen kürzestem und längstem aktivem SMA.

Real-Life Use Case: SMA20 und SMA200 werden aktiviert; die Kreuzung von unten (Golden Cross) wird automatisch als Long-Marker im Chart sichtbar.

LeFIBONACCI

Beschreibung: Automatischer Fibonacci-Retracement- und Extension-Rechner (Datei: LeFIBONACCI.html).

Benefits: Nimmt subjektives Freihand-Einzeichnen aus der Analyse.

Logik: Standard-Levels: Retracement 0/23,6/38,2/50/61,8/78,6/100 %, Extension 127,2/141,4/161,8/200/261,8 %. Swing-Hoch/-Tief werden automatisch erkannt, Levels und Abstand-zum-Kurs automatisch berechnet.

Handelsweise: Symbol/Zeitraum wählen → Tool bestimmt Swing-Hoch/-Tief automatisch und zeichnet alle Levels mit Support/Resistance-Markierung.

Real-Life Use Case: Nach einer starken Rallye pausiert der Kurs exakt am automatisch berechneten 38,2-%-Level.

LeTrend

Beschreibung: Nutzt denselben Berechnungskern wie Denarius, mit zusätzlichen Chart-/Signal-Tabs (Datei: LETREND.html).

Benefits: Dieselbe bewährte Score-Logik wie Denarius, aber mit mehr Visualisierung.

Logik: Identischer 10-Punkte-Score und dieselbe „letzter Freitag des Vormonats“-Basislogik wie Denarius (siehe A.2) — beide Tools sind im Kern redundant, unterscheiden sich nur in der Oberfläche.

Handelsweise: Wie Denarius: Symbol laden, Score-Karte plus Chart- und Signal-Tab.

Real-Life Use Case: Wer die Score-Zahl selbst braucht, nutzt Denarius; wer zusätzlich einen fertigen Chart mit demselben Signal will, nutzt LeTrend.

LeView

Beschreibung: Multi-Panel-Chart-Tool mit sieben wählbaren Einfärbungsstrategien (Datei: LEVIEW.html).

Benefits: Eine Chart-Ansicht, die je nach Fragestellung komplett unterschiedlich eingefärbt werden kann.

Logik: Echte SMA/EMA/Bollinger(20,2σ)/RSI(14)/MACD(12,26,9)-Berechnungen. `applyStrategy()` färbt Kerzen ein nach: MA20/50/200-Position, EMA8/21-Cross, Bollinger-Breakout, RSI-30/70-Zonen, MACD-Histogramm-Vorzeichen, Volumen-Breakout (>1,4× 20-Tage-Ø) oder kombiniertem Trend+Momentum.

Handelsweise: Strategie-Dropdown wählen → Kerzen färben sich automatisch nach der gewählten Regel, plus RSI/MACD/Volumen-Subpanels.

Real-Life Use Case: Zur Volumenanalyse wird auf "Volumen-Breakout" umgeschaltet — dieselben Kerzen leuchten jetzt genau dort auf, wo überdurchschnittliches Volumen auftrat.

L'Intraday

Beschreibung: Intraday-Einstiegssignale plus vollständiger Positionsgrößen-Rechner (Datei: L´INTRADAY.html).

Benefits: Signal und Risikorechnung in einem Werkzeug statt getrennt.

Logik: `generateTradeSignals()` nutzt Hoch/Tief der Signalkerze als Trigger: Long-Einstieg am Hoch, Short-Einstieg am Tief. `calculatePosition()`: Risikobetrag = Kontostand×Risiko%, Positionsgröße = Risikobetrag/|Entry-Stop|, plus Chance-Risiko-Verhältnis.

Handelsweise: Intraday-Chart laden → Tool schlägt Long/Short-Einstiege am Hoch/Tief der letzten Signalkerze vor; Einstieg/Stop/Ziel im Rechner-Panel eintragen für automatische Positionsgröße.

Real-Life Use Case: Ein Ausbruch über das Hoch der letzten Signalkerze löst den Long-Vorschlag aus; der Rechner liefert sofort die passende Stückzahl zum vorgegebenen Risiko.

MTF Analyse

Beschreibung: Multi-Timeframe-Übereinstimmungs-Score über vier Zeitebenen (Datei: MTF-ANALYSE.html).

Benefits: Verhindert das klassische Fehlersignal eines guten kurzfristigen Charts bei bereits überdehntem längerfristigem Trend.

Logik: Aggregiert 3-Tage/Daily/Weekly/Monthly-Zeitebenen und berechnet je Ebene EMA20/50, RSI, MACD und ADX/DMI (Wilder-Glättung). Ein Alignment-Score (0-100 %) fasst zusammen, wie viele Ebenen bullish sind. Ab ≥70 % Alignment plus ADX>25 meldet das Tool ein „Perfect Alignment“-Signal.

Handelsweise: Symbol laden → Alignment-Tab zeigt die prozentuale Übereinstimmung der vier Zeitebenen.

Real-Life Use Case: Alle vier Zeitebenen zeigen gleichzeitig bullische Werte bei ADX 32 — das Tool meldet „Perfect Alignment“, ein seltenes, starkes Signal.

Trend Matrix

Beschreibung: EMA-Stack- und ADX-basiertes Trend-Scoring als Heatmap über eine Symbolliste (Datei: TREND-MATRIX.html).

Benefits: Eine ganze Watchlist auf einen Blick nach Trendstärke sortiert.

Logik: Alignment-Score aus EMA8/21/50/200-Stack-Reihenfolge, kombiniert mit ADX/DMI. Trend-Score = Alignment×12 + Bonus für steigenden EMA8 + ADX-Stärke-Bonus (bis +18 bei ADX≥40 im Uptrend) + Bonus/Malus Kurs vs. EMA200, gedeckelt auf 0-100. Ausgabe als Heatmap mit sieben Trendstufen.

Handelsweise: Symbolliste scannen → Heatmap sortiert nach Trend-Score, Detail-Chart mit EMA-Stack und ADX-Balken pro Symbol.

Real-Life Use Case: Von vierzig Symbolen zeigt die Heatmap fünf im Zustand „STARKER UPTREND“ — der natürliche Startpunkt für die weitere Recherche.

A.4 — Quant, Portfolio & Risiko

Mean Reversion

Beschreibung: Bollinger-Z-Score mit echter historischer Rückkehr-Statistik (Datei: MEAN-REVERSION.html).

Benefits: Zeigt nicht nur, dass ein Kurs extrem steht, sondern auch, was in der Vergangenheit nach ähnlich extremen Werten tatsächlich passierte.

Logik: Bollinger-Bänder (20 Perioden, 2σ) mit Z-Score (Kurs-Mittelwert)/Standardabweichung, %B und Bandbreite. `getReversionStats()` sucht historische Tage mit ähnlichem Z-Score und berechnet die tatsächliche Forward-Return-Verteilung (Median/Best/Worst) der folgenden 30 Tage — eine echte Backtest-Funktion.

Handelsweise: Symbol laden → Z-Score-Gauge zeigt aktuelle Über-/Unterbewertung, „Reversion Stats“-Tab zeigt das historische Nachfolgeverhalten.

Real-Life Use Case: Ein Z-Score von -2,3 wird geprüft: der „Reversion Stats"-Tab zeigt, wie sich der Kurs nach historisch ähnlichen Werten in den folgenden 30 Tagen tatsächlich verhalten hat (Median/Best/Worst-Case) — als Orientierung, nicht als Prognose.

Neural Funds

Beschreibung: Kein neuronales Netz — ein gleichgewichteter, auf Basis 100 indexierter Aktienkorb-Tracker (Datei: NEURAL-FUNDS.html).

Benefits: Zeigt, wie sich eine ganze Themen-/Aktienkorb-Idee tatsächlich entwickelt hätte, ohne komplizierte Gewichtungsmodelle.

Logik: `computeFundHistory()` bildet den gleichgewichteten Durchschnittspreis aller Symbole eines definierten „Fund“ pro Tag und indexiert ihn auf Basis 100 am ersten gültigen Tag. Kein ML-Training, kein Layer, kein Backpropagation — die Bezeichnung „Neural“ ist reines Marketing.

Handelsweise: Vordefinierten Aktienkorb und Zeitraum wählen → Tool zeigt die indexierte Kursentwicklung des Korbs.

Real-Life Use Case: Ein selbst zusammengestellter Korb aus fünf Halbleiterwerten wird als Index verfolgt, um die Sektorentwicklung als Ganzes statt Einzeltitel zu beobachten.

Orderbook

Beschreibung: Kein Bid/Ask-Orderbuch — ein Wochenschluss-Breakout-Order-Tracker (Datei: orderbook_fixed.html).

Benefits: Definiert virtuelle Long-/Short-Auslöselevel aus echten historischen Wochenschlüssen statt aus Live-Markttiefe.

Logik: `classifyStock()` bildet aus mehreren Freitagsschlusskursen ein Band: LONG-Level = höchster Freitagsschluss, SHORT-Level = niedrigster. Bricht der Kurs über LONG aus → Status „executed“ Long; unter SHORT → „executed“ Short; dazwischen → „open“ (wartend).

Handelsweise: Markt wählen → Tool zeigt pro Symbol virtuelle Long-/Short-Levels; „executed“ markiert bereits ausgelöste virtuelle Trades mit fiktiver Performance.

Real-Life Use Case: Ein Symbol bricht über sein höchstes Freitagslevel der letzten Wochen aus — der Tracker markiert den virtuellen Long-Trade als ausgelöst und zeigt die fiktive Performance seit Ausbruch.

Psycho Levels

Beschreibung: Runde Kursmarken mit Fibonacci-Konfluenz-Prüfung und Pyramiden-Order-Rechner (Datei: PSYCHO-LEVELS.html).

Benefits: Kombiniert einen oft unterschätzten Effekt (runde Zahlen) mit einer objektiven Bestätigungsprüfung gegen Fibonacci-Level.

Logik: `getPsychoLevels()` bestimmt die Zehnerpotenz des Kurses und erzeugt gestufte MAJOR/MEDIUM/MINOR/SCALP-Levels. `findConfluence()` prüft, welche dieser Levels innerhalb einer Toleranz mit Fibonacci-Levels zusammenfallen. Zusätzlich ein Pyramiden-Order-Rechner mit Max-Loss/Max-Gain-Berechnung.

Handelsweise: Symbol/Timeframe wählen → Tool listet relevante runde Marken mit Stärke-Einstufung und Fibonacci-Konfluenz; Pyramid-Tab zum Staffeln mehrerer Einstiege.

Real-Life Use Case: Eine runde 100-Euro-Marke fällt mit einem 61,8-%-Fibonacci-Level zusammen — die doppelte Bestätigung erhöht die Bedeutung dieser Zone deutlich.

Robo Advisor (LeMarché)

Beschreibung: Kein Portfolio-Allokationsmodell — ein Intraday-Momentum- und Range-Breakout-Signalgeber (Datei: ROBO-ADVISOR.html).

Benefits: Liefert ein sofort umsetzbares Kurzfrist-Signal statt einer langfristigen Allokationsempfehlung.

Logik: Intraday-Momentum: Long bei Tagesveränderung >0,5 %, Short bei <-0,5 %, sonst Hold, mit Entry am Hoch/Tief, Stop ±2 % und 2R-Ziel. Zusätzlich ein Tagesscan mit derselben Range-Logik wie Orderbook (Long/Short-Level aus mehreren Referenzkursen) und risikobasiertem Stückzahlvorschlag.

Handelsweise: Symbol laden → Intraday-Tab zeigt Momentum-Signal mit Stop/Ziel; Daily-Scan-Tab durchsucht mehrere Symbole nach Range-Ausbrüchen.

Real-Life Use Case: Ein Symbol steigt am Morgen bereits um 0,8 % — das Tool schlägt einen Long-Einstieg mit automatischem 2R-Ziel vor.

RS Screener

Beschreibung: Echte IBD-Style Relative-Stärke-Linie mit Perzentil-Ranking (Datei: RS-SCREENER.html).

Benefits: Vergleicht systematisch gegen einen Benchmark statt nur den Einzelkurs zu betrachten.

Logik: RS-Linie = Kurs/Benchmark-Kurs, normiert auf Basis 100. `rsLineSlope()` berechnet per linearer Regression die 20-Tage-Steigung. `rsLineAtHigh()` prüft, ob die RS-Linie nahe (≥99 %) ihres 252-Tage-Hochs steht — klassisches IBD-Kaufsignal. Composite-RS = 20-Tage-Return×0,4 + 60-Tage×0,35 + 120-Tage×0,25, daraus ein Perzentil-Rang 1-99.

Handelsweise: Symbolliste scannen → Ranking 1-99 nach gewichteter Performance vs. Benchmark; „RS HIGH“-Badge markiert neue RS-Linien-Hochs.

Real-Life Use Case: Ein Symbol mit RS-Rang 95 und „RS HIGH“-Badge zeigt echte, methodisch belegte relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt.

Sektor Rotation

Beschreibung: Echtes Relative Rotation Graph (RRG) plus 4-Phasen-Konjunkturmodell (Datei: SEKTOR-ROTATION.html).

Benefits: Zeigt nicht nur, welcher Sektor stark ist, sondern auch, ob die Stärke gerade zu- oder abnimmt.

Logik: RS-Ratio aus EMA10/EMA26 des Sektor/Benchmark-Verhältnisses, RS-Momentum aus dem 4-Wochen-Wandel dieser Ratio. `classifyQuadrant()` ordnet jeden Sektor einem der vier RRG-Quadranten zu (Leading/Improving/Weakening/Lagging). Ein gewichtetes 4-Phasen-Konjunkturmodell ordnet die zehn großen Sektor-ETFs (XLY/XLF/XLI/XLK/XLC/XLE/XLB/XLV/XLP/XLU) den Zyklusphasen zu.

Handelsweise: Scan starten → RRG-Chart zeigt alle Sektoren im RS-Ratio/Momentum-Koordinatensystem; Cycle-Tab schätzt die aktuelle Konjunkturphase.

Real-Life Use Case: Energie- und Grundstoffsektoren wandern im RRG in den „Leading“-Quadranten, während Technologie in „Weakening“ übergeht — ein klassisches spätzyklisches Rotationsmuster.

Position Sizer

Beschreibung: Vollständiger Multi-Asset-Positionsgrößen-Rechner für Aktien, Forex und Krypto (Datei: SIZE.html).

Benefits: Eine Formel-korrekte Berechnung für drei verschiedene Assetklassen statt einer generischen Faustregel.

Logik: Aktien: Stückzahl = floor(Risikobetrag/Stop-Distanz). Forex: Lots = floor(Risikobetrag/(Stop-Pips×Pip-Wert pro Lot)). Krypto: Coins = Risikobetrag/Stop-Distanz, inklusive Hebel-Warnstufen (1× sicher bis 5×+ gefährlich). Zusätzlich ATR-basierte Stop-/Ziel-Vorschläge (14 Perioden).

Handelsweise: Assetklasse wählen → Konto, Risiko-%, Entry/Stop eintragen (oder ATR-Chip nutzen) → automatische Stückzahl/Lots und maximaler Dollar-Verlust.

Real-Life Use Case: Bei einem 10.000-Euro-Konto und 1 % Risiko berechnet der Rechner exakt, wie viele Stück bei einem 3-%-Stop gekauft werden dürfen.

Stop Manager

Beschreibung: Fünf echte Stop-Methoden gleichzeitig berechnet und im Chart dargestellt (Datei: STOP-MANAGER.html).

Benefits: Verschiedene Stop-Philosophien direkt vergleichen, statt sich auf eine einzige Methode festzulegen.

Logik: ATR-Stop, Chandelier Exit (Highest High minus ATR×Multiplikator), Parabolic SAR mit korrekter Beschleunigungsfaktor-/Extrempunkt-Logik, prozentualer Trailing-Stop und Swing-Low-Stop — alle fünf parallel berechnet.

Handelsweise: Position/Entry eintragen → alle fünf Stop-Methoden erscheinen gleichzeitig im Chart, Nutzer wählt die passende für den eigenen Stil.

Real-Life Use Case: Chandelier Exit und Parabolic SAR liegen für dieselbe Position weit auseinander — der Vergleich zeigt, wie stark die Stop-Wahl das Ergebnis beeinflusst.

Tempo Trader

Beschreibung: Eigenständige Formel zur Messung von Kursbeschleunigung/-verlangsamung (Datei: TEMPO-TRADER.html).

Benefits: Erkennt Tempowechsel, die reine Preis- oder Volumenindikatoren nicht direkt zeigen.

Logik: Tempo[i] = |Close[i]-Close[i-1]| minus |Close[i-1]-Close[i-2]| — die Veränderung der Bewegungsgeschwindigkeit selbst. Negativer Wert = Markt verliert Schwung, positiver = beschleunigt. `generateSignal()` kombiniert das mit SMA20-Position.

Handelsweise: Chart laden → Tempo-Histogramm zeigt grün (verlangsamend) vs. rot (beschleunigend), kombiniert mit SMA20-Lage für ein konkretes Signal.

Real-Life Use Case: Der Kurs steigt weiter, aber das Tempo-Histogramm wird bereits grün (verlangsamend) — ein früher Hinweis auf nachlassenden Druck, bevor die Umkehr im Preis sichtbar wird.

Coin Toss

Beschreibung: Bewusste Zufallsstrategie als Anti-Bias-Benchmark (Datei: COIN-TOSS.html).

Benefits: Ein ehrlicher Vergleichsmaßstab — schlägt die eigene Strategie tatsächlich den reinen Zufall?

Logik: `Math.random() > 0.5 ? 'LONG' : 'SHORT'` — explizit keine technische Analyse. Laut eingebettetem Disclaimer ausdrücklich als „Anti-Bias Trading System“ konzipiert, das psychologische Verzerrung sichtbar machen soll.

Handelsweise: Symbole eingeben → Tool „würfelt“ per echtem Zufallsgenerator Long/Short — der Zufall ist die Funktion, kein Bug.

Real-Life Use Case: Nach sechs Monaten wird die eigene "Bauchgefühl"-Performance gegen die dokumentierte Coin-Toss-Performance verglichen — ein ernüchternder, aber ehrlicher Realitätscheck.

A.5 — 0-VOLUMEN Curated Lab

Mega-Volume

Beschreibung: Sammel-Cockpit, das mehrere Volumenmodule als Tabs bündelt (Datei: 0-VOLUMEN/MEGA-VOLUME.html).

Benefits: Ein Tool, viele Tabs — statt jedes 0-VOLUMEN-Modul einzeln zu öffnen.

Logik: Bündelt mehrere der unten geprüften Einzelmodule (u. a. OBV, A/D-Linie, CMF, MFI) als eigene Panels mit identischem Code wie die jeweiligen Einzeldateien — kein eigenständiger Indikator, sondern ein Sammel-Container.

Handelsweise: Als „Volumen-Cockpit“ nutzen, um mehrere Indikatoren desselben Symbols ohne Tab-Wechsel zu vergleichen.

Real-Life Use Case: OBV, CMF und A/D-Linie werden gleichzeitig in einer Ansicht geprüft, statt drei separate Module zu öffnen.

OBV Pro

Beschreibung: On-Balance-Volume mit Signal-Durchschnitt und automatischer Divergenz-Erkennung (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/obv-volume-analyzer-pro.html).

Benefits: Erkennt Divergenzen zwischen Kurs und Volumenfluss automatisch, statt sie manuell zu suchen.

Logik: Standard-OBV (+Volumen bei Up-Close, -Volumen bei Down-Close, kumulativ), plus gleitender Signal-Durchschnitt. Automatische Divergenz-Erkennung über die letzten 20 Kerzen: Kurs und OBV laufen gegensätzlich → Warnung.

Handelsweise: Chart laden → OBV-Linie mit Signal-MA und automatischer Divergenz-Markierung.

Real-Life Use Case: Der Kurs macht neue Tiefs, OBV nicht — das Tool markiert die Divergenz automatisch als mögliches Umkehrsignal.

VWAP

Beschreibung: Volume Weighted Average Price mit volumengewichteten Abweichungsbändern (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/volume-weighted-average-price.html).

Benefits: Der Referenzwert für „fairer Tagespreis“, den auch institutionelle Ausführung nutzt.

Logik: Typical Price = (H+L+C)/3, VWAP = Σ(TP×Vol)/ΣVol kumulativ. Standardabweichungsbänder aus volumengewichteter Varianz, skalierbar per Multiplikator.

Handelsweise: Chart laden → VWAP-Linie mit oberen/unteren Abweichungsbändern.

Real-Life Use Case: Ein Intraday-Kauf wird nur ausgeführt, wenn der Kurs unter der VWAP-Linie liegt — ein objektives Kriterium für „günstig relativ zum Tag“.

VPVR

Beschreibung: Echtes Volume Profile mit Point of Control und Value Area (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/volume-profile-vpvr.html).

Benefits: Macht Preiszonen mit hoher historischer Handelsaktivität sichtbar.

Logik: Kursbereich wird in Bins (Standard 24) geteilt, jede Kerze verteilt ihr Volumen proportional auf überlappte Bins. POC = Bin mit höchstem Volumen. Value Area = Bins, die kumulativ 70 % des Gesamtvolumens abdecken, symmetrisch vom POC ausgehend erweitert.

Handelsweise: Symbol/Zeitraum laden → horizontales Profil zeigt POC (dickster Balken) und Value Area als Support-/Widerstandszonen.

Real-Life Use Case: Der Kurs nähert sich dem POC einer mehrmonatigen Konsolidierung — eine Zone mit historisch besonders hohem Handelsvolumen und entsprechend erhöhtem Widerstand.

A/D Flow

Beschreibung: Accumulation/Distribution-Linie mit Signal-Durchschnitt (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/accumulation-distribution.html).

Benefits: Berücksichtigt zusätzlich zur Richtung auch die Position des Schlusskurses in der Tagesspanne.

Logik: CLV = ((Close-Low)-(High-Close))/(High-Low), Money Flow Volume = CLV×Volumen, kumuliert zur A/D-Linie, plus Signal-MA und 20-Tage-Delta.

Handelsweise: Chart laden → A/D-Linie zeigt kumulierten Geldfluss-Druck.

Real-Life Use Case: Die A/D-Linie steigt trotz seitwärts laufendem Kurs — ein Hinweis auf stille Akkumulation.

Chaikin Money Flow Pro

Beschreibung: Klassischer CMF-Oszillator mit einstellbarem Zeitfenster (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/chaikin-money-flow-pro.html).

Benefits: Geglättetere Alternative zur unbegrenzt kumulierten A/D-Linie.

Logik: Money Flow Multiplier = ((C-L)-(H-C))/(H-L), Money Flow Volume = Multiplier×Volumen, CMF = Σ(MFV, N)/Σ(Vol, N) über einstellbare Periode (Standard 20/21).

Handelsweise: Periode wählen → CMF-Oszillator zwischen -1 und +1, über 0 gilt als Kaufdruck.

Real-Life Use Case: Der CMF bleibt über Wochen konstant leicht positiv, obwohl der Kurs seitwärts läuft — ein Hinweis auf anhaltenden, aber unaufgeregten Kaufdruck.

Money Flow Index

Beschreibung: Volumengewichtete Variante des RSI (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/money-flow-index-mfi.html).

Benefits: Reagiert auf Übertreibungen, die aus reinem Kursverlauf ohne Volumen nicht sichtbar wären.

Logik: Typical Price × Volumen als Raw Money Flow, getrennt nach positiven/negativen Tagen summiert zum Money Ratio, MFI = 100-(100/(1+Money Ratio)), Standardperiode 14.

Handelsweise: Chart laden → MFI-Oszillator mit 20/80-Korridor.

Real-Life Use Case: In einem starken Trend bleibt der MFI lange über 80 — ein Hinweis, dass „überkauft“ allein kein Verkaufssignal ist.

PVO

Beschreibung: MACD-artiger Oszillator, angewendet auf Volumendaten statt Kursdaten (Datei: 0-VOLUMEN/01-volume-indicators/percentage-volume-oscillator.html).

Benefits: Zeigt Veränderungen im Handelsinteresse selbst, unabhängig vom Kurs.

Logik: PVO = (EMA_schnell(Volumen)-EMA_langsam(Volumen))/EMA_langsam(Volumen)×100, mit 9-Perioden-EMA als Signallinie und Histogramm.

Handelsweise: Fast/Slow-EMA-Perioden einstellen → PVO-Histogramm zeigt prozentuale Volumenbeschleunigung.

Real-Life Use Case: Ein deutlicher PVO-Ausschlag geht der öffentlichen Nachricht voraus — ein Hinweis auf früh gestiegenes Handelsinteresse.

Insider Radar

Beschreibung: Keine echten Insider-/SEC-Daten — eine vollwertige Wyckoff-Volumenanalyse (Datei: INSIDER-RADAR.html).

Benefits: Erkennt Smart-Money-artiges Verhalten aus Kurs-/Volumenmustern, ganz ohne auf echte, oft verzögerte Insider-Meldungen angewiesen zu sein.

Logik: `analyzeVolume()` klassifiziert jeden Tag nach Volumen-Ratio, Kerzenkörper-Anteil und Docht-Länge in Typen wie Selling/Buying Climax, Akkumulation, Distribution. `detectWyckoffEvents()` erkennt klassische Wyckoff-Events (Selling Climax, Buying Climax, Spring, Upthrust, Sign of Strength, Last Point of Supply) mit präzisen Volumen-/Kerzenschwellen.

Handelsweise: Symbol laden → Tool markiert erkannte Wyckoff-Phasen und Schlüssel-Events als potenzielle Smart-Money-Signale.

Real-Life Use Case: Nach einem scharfen Ausverkauf mit extremem Volumen erkennt das Tool einen „Selling Climax“ — historisch oft ein Punkt, an dem sich Verkaufsdruck erschöpft.

Gaussian HMM

Beschreibung: Vollständige 2-Zustand-Gaussian-HMM-Eigenimplementierung mit Baum-Welch und Viterbi (Datei: 0-VOLUMEN/02-regime-detection-ml/gaussian-hmm-regime-detector.html).

Benefits: Ein echtes, methodisch korrektes Regime-Modell — kein Marketing-Etikett ohne Substanz.

Logik: Forward-Backward-Algorithmus, Baum-Welch-EM-Reschätzung über 25 Iterationen, danach Viterbi-Dekodierung für den wahrscheinlichsten Zustandspfad. Startwerte: Übergangsmatrix stark persistent (0,9/0,1), Mittelwerte/Streuungen klassisch als Bull-/Bear-Regime initialisiert.

Handelsweise: Symbol laden → Tool schätzt zwei latente Marktregime (Bull/Bear) und zeigt per Viterbi-Pfad das aktuelle Regime.

Real-Life Use Case: Das Modell erkennt einen Regimewechsel zu „Bear“, bevor sich die Schwankungsbreite im Chart offensichtlich vergrößert.

Markov Regime

Beschreibung: Echte empirische 3-Zustands-Markov-Kette mit Mehrschritt-Prognose (Datei: 0-VOLUMEN/02-regime-detection-ml/markov-chain-regime-predictor.html).

Benefits: Prognose basiert auf tatsächlich ausgezählten historischen Übergängen, nicht auf einer angenommenen Formel.

Logik: Drei Zustände (Bull/Bear/Sideways), Zuweisung per Tagesrendite vs. 0,2×Standardabweichung-Schwelle. Übergangsmatrix wird durch Auszählen historischer Zustandswechsel gebildet und normalisiert. N-Schritt-Prognose per wiederholter Vektor-Matrix-Multiplikation.

Handelsweise: Symbol und Prognosehorizont wählen → Tool zeigt aktuelles Regime und die wahrscheinlichkeitsgewichtete Prognose für n Tage.

Real-Life Use Case: Die Übergangsmatrix zeigt eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Verbleib im aktuellen Bull-Regime — ein quantitativer Beleg, statt nur Bauchgefühl.

Isolation Forest

Beschreibung: Lehrbuchgetreue Isolation-Forest-Implementierung from scratch (Datei: 0-VOLUMEN/02-regime-detection-ml/isolation-forest-anomaly-detector.html).

Benefits: Findet Ausreißer, ohne vorher zu definieren, wie „normal“ aussieht.

Logik: Zufällige Attribut-/Split-Value-Bäume, 100 Bäume, Subsample-Größe 256, Pfadlängen-Normalisierung über die Euler-Mascheroni-Konstante, Anomalie-Score = 2^(-durchschnittliche Pfadlänge/Normalisierungskonstante).

Handelsweise: Symbol laden → Tool berechnet für jeden Handelstag einen Anomalie-Score (0-1); Werte nahe 1 gelten als statistische Ausreißer.

Real-Life Use Case: Ein Handelstag mit unauffälligem Kursverlauf erhält dennoch einen hohen Anomalie-Score — die Kombination aus Volumen und Tageszeit war statistisch ungewöhnlich.

K-Means Liquidity

Beschreibung: Echtes volumengewichtetes 1D-K-Means-Clustering zur Erkennung von Liquiditätszonen (Datei: 0-VOLUMEN/02-regime-detection-ml/kmeans-liquidity-pool-detector.html).

Benefits: Findet Preiszonen mit hoher Volumenkonzentration automatisch, ohne sie manuell im Chart suchen zu müssen.

Logik: K (2-6) Cluster-Zentren werden gleichmäßig im Kursbereich initialisiert, jeder Kurspunkt seinem nächsten Zentrum zugewiesen, Zentren volumengewichtet neu berechnet, bis zu 50 Iterationen.

Handelsweise: Anzahl Cluster wählen → horizontale Linien bei den volumengewichteten Zentren als potenzielle Liquiditätszonen.

Real-Life Use Case: Ein Cluster-Zentrum fällt mit dem POC aus VPVR zusammen — zwei unabhängige Methoden bestätigen dieselbe Zone.

Black-Scholes

Beschreibung: Vollständiges Black-Scholes-Modell mit Parkinson-Volatilitätsschätzer (Datei: 0-VOLUMEN/03-options-stochastic-models/black-scholes-option-surface.html).

Benefits: Nutzt eine methodisch bessere Volatilitätsschätzung als die einfache Standardabweichung der Schlusskurse.

Logik: Standard-Black-Scholes-Formel (d1/d2, kumulierte Normalverteilung) inklusive vollständiger Greeks (Delta, Gamma, Theta, Vega). Historische Volatilität über den Parkinson-Schätzer (basiert auf Tageshoch/-tief statt nur Schlusskursen), annualisiert.

Handelsweise: Symbol/Strike/Laufzeit eingeben → Tool berechnet Optionspreis-Fläche und Greeks mit aus echten Kursdaten abgeleiteter Volatilität.

Real-Life Use Case: Eine Option handelt deutlich über dem berechneten Fair Value — ein Hinweis, dass der Markt eine bevorstehende Nachricht einpreist.

Heston Volatility

Beschreibung: Vollständige Heston-1993-Modell-Implementierung mit eigener Komplexzahl-Arithmetik (Datei: 0-VOLUMEN/03-options-stochastic-models/heston-stochastic-volatility.html).

Benefits: Realistischer als Black-Scholes in Marktphasen mit stark schwankender Volatilität.

Logik: Charakteristische Funktion nach Gatheral-Konvention, numerische Integration für die Optionspreis-Wahrscheinlichkeiten, Parameter κ/θ/ξ/ρ frei einstellbar. Die Feller-Bedingung (2κθ>ξ²) wird explizit geprüft. Zusätzlich implizite Volatilität via Bisektion gegen Black-Scholes.

Handelsweise: Modellparameter einstellen → Tool berechnet Optionspreise unter stochastischer Volatilität und zeigt den Volatility-Smile im Vergleich zu Black-Scholes.

Real-Life Use Case: Vor einer Zentralbankentscheidung erklärt der Heston-Smile eine Marktpreis-Abweichung, die Black-Scholes allein nicht erklären kann.


TEIL B — GoldShield Desktop

8 verifizierte Prime-AI-Tools, geprüft gegen den echten Code im ZIP-Wurzelverzeichnis

GoldShield ist die konversationelle Seite des Systems. Anders als bei LeMarché prüft sich hier bei den meisten Einträgen nicht eine Formel, sondern ein tatsächlicher Modellaufruf: welches KI-Modell wird über welchen Proxy angesprochen, mit welchem System-Prompt, welchen Datenquellen — mit einer dokumentierten Ausnahme (AI Journal, siehe unten), die trotz KI-Namensgebung bewusst ohne Modellaufruf arbeitet. Zwei Tools der ursprünglichen Registry-Liste (Globalfintech, Calculus) hatten keinen auffindbaren Code und wurden gestrichen — Globalfintech dazu mit einem dokumentierten Registry-Bug: zwei widersprüchliche Katalogeinträge desselben Namens, einer davon mit der `id` eines völlig anderen Tools (vermutlich ein Copy-Paste-Fehler in der Quelle).

"Robo Advisor" ist im GoldShield-Katalog ebenfalls gelistet, verweist aber auf exakt dieselbe Datei ROBO-ADVISOR.html wie der Eintrag in Teil A.4 — kein eigenständiges zweites Tool, sondern derselbe Intraday-Momentum-/Range-Scanner, nur über einen zweiten Menüpunkt erreichbar. Kein eigener Eintrag hier, siehe A.4 für die vollständige Logik.

Daniel.AI

Beschreibung: Evidenzbasierter Gemini-3.5-Chat mit Chart-Vision und automatischem Markt-/News-Kontext (Datei: Daniel-AI.html).

Benefits: Beantwortet Marktfragen mit tatsächlich mitgelieferten Daten statt aus dem Sprachmodell-Gedächtnis erfundenen Zahlen.

Logik: Ruft Gemini 3.5 Flash über einen No-Key-Proxy im nativen „Interactions“-Streaming-Format auf. Vor jeder Antwort wird automatisch ein Kontext gebaut: Echtzeitkurs, SMA20/50-Trend, die letzten drei Newsflow-Meldungen und bis zu sechs frühere gespeicherte Analysen desselben Symbols. Der System-Prompt verlangt ausdrücklich, nur bereitgestellte Daten zu nutzen, keine Kurse/News zu erfinden, und jede Analyse mit Disclaimer zu beenden. Chart-Screenshots werden als echte Bilddaten mitgeschickt (Vision). Ein separates „Function Lab“ lässt dasselbe Modell lokale JS-Handelsstrategien gegen einen festen Datenvertrag entwerfen.

Handelsweise: Symbol/Frage eingeben, optional Chart-Screenshot anhängen → Antwort basiert auf mitgeliefertem Kurs-, Trend- und Newskontext, nicht auf freier Vermutung.

Real-Life Use Case: Ein hochgeladener Chart-Screenshot wird zusammen mit den aktuellen Kursdaten analysiert — die Antwort nennt explizit, welche Daten tatsächlich vorlagen und was unsicher bleibt.

Daniel Commando

Beschreibung: Multi-Provider-Kommandozentrale mit mindestens sieben ansteuerbaren KI-Modellen (Datei: Daniel-COMMANDO.html, mit 279 KB die größte Einzeldatei im gesamten Set).

Benefits: Ein Terminal für alle Modelle statt einer App pro Anbieter.

Logik: Per Slash-Befehl ansteuerbar: OpenAI GPT-4o-mini, Claude Sonnet 4.5/Opus 4.5, Mistral/Codestral, Perplexity Sonar, Gemini 1.5 Flash, Text-Embeddings, Text-to-Speech und asynchrone Bildgenerierung (GPT-Image, mit Job-Polling). Zusätzlich Utility-Befehle ohne KI (Wetter, Wikipedia, Länderdaten) und ein komplett lokal im Browser laufendes Embedding-Modell, das laut eigener Beschreibung keine Daten das Gerät verlassen lässt.

Handelsweise: Slash-Befehl wählen (z. B. /claude, /mistral, /image) → Anfrage geht an das jeweils passende Modell/Provider, Marktdaten laufen parallel über denselben Proxy.

Real-Life Use Case: Eine komplexe Analyse wird an Claude Opus gestellt, eine schnelle Übersetzung an Mistral, ein Titelbild an GPT-Image — alles im selben Terminal-Fenster.

Ticker Pro

Beschreibung: Durchsuchbare Live-Tickerliste mit Ein-Klick-KI-Analyse (Datei: TICKER-PRO.html).

Benefits: Verbindet Symbolsuche direkt mit einer strukturierten Kurzanalyse, ohne das Tool zu wechseln.

Logik: Lädt die komplette Symbolliste einer Börse über den EOD-Proxy. Klick auf einen Ticker baut automatisch einen festen Analyseprompt („Erkläre Geschäftsmodell, Marktposition, Chancen und Risiken“) und sendet ihn an ein Mistral-Modell. Ein Chart-Panel lädt zusätzlich Echtzeit-/Verlaufsdaten für das gewählte Symbol.

Handelsweise: Börse wählen, Symbol anklicken → automatische Mistral-Kurzanalyse zu Geschäftsmodell/Position/Chancen/Risiken erscheint direkt neben dem Chart.

Real-Life Use Case: Ein unbekanntes Symbol aus einer Watchlist wird angeklickt und liefert sofort eine strukturierte Kurzeinordnung, ohne eigene Recherche.

Orbitron Chat

Beschreibung: Der umfangreichste Multi-Modal-Chat-Hub — Text, Sprache, Bild-OCR, Video, Karten (Datei: Orbitron-CHAT.html).

Benefits: Ein Werkzeug für sehr unterschiedliche Medientypen statt fünf getrennter Apps.

Logik: Zentraler API-Wrapper ruft Claude (Sonnet 5), Gemini im „Interactions“-Format, OpenAI-kompatible Endpunkte, Gemini-Speech/TTS, Gemini-Video (Veo, echte Videogenerierung), Mistral-OCR und Google-Maps-Static-Geocoding auf. Der System-Prompt ist explizit evidenzbasiert und verbietet erfundene Kennzahlen; der Code selbst vermerkt, dass ein Fundamentaldaten-Endpunkt aktuell serverseitig fehlerhaft ist und deshalb bewusst nicht genutzt wird.

Handelsweise: Medientyp wählen (Text/Sprache/Bild/Video/Karte) → passendes Modell wird automatisch angesprochen.

Real-Life Use Case: Ein gescanntes Dokument wird per OCR gelesen, dieselbe Konversation liefert anschließend eine gesprochene Zusammenfassung.

Gold Vaulty

Beschreibung: GPT-4o-mini-Finanzassistent für Chat, Momentum-Analyse und Datei-/Bildauswertung — intern anders gebrandet als im Buch-Register (Datei: GOLD-VAULTY (3).html).

Benefits: Ein Assistent für Chat, Trading-Pläne und Dokumentenanalyse in einem.

Logik: Die Datei ist intern durchgängig als „GOLDSHIELD NEURAL — Financial Deep_Core“ gebrandet, nicht als „Gold Vaulty“ — das ist nur der Anzeigename im Katalog. Nutzt GPT-4o-mini über einen Proxy für Chat, Momentum-Analyse, Trading-Pläne und Datei-/Bildanalyse mit jeweils eigenem System-Prompt. Der Code selbst markiert den Vision-Pfad (Bildanalyse) per Kommentar als ungetestet — unklar, ob der Proxy Bildinhalte serverseitig tatsächlich weiterleitet.

Handelsweise: Chat/Momentum/Trading-Plan/Datei-Tab wählen → Anfrage geht an GPT-4o-mini mit passendem System-Prompt; bei Bildanalyse Ergebnis mit Vorsicht behandeln, da laut Code unbestätigt.

Real-Life Use Case: Ein Trading-Plan-Text wird zuverlässig generiert; eine hochgeladene Chart-Grafik dagegen sollte man laut Code-Kommentar sicherheitshalber gegenprüfen.

WOLTY Budget / Vaulty

Beschreibung: GPT-4o-mini-Budget-Coach mit fest einprogrammierter DVAG-30-30-30-10-Regel (Datei: VAULTY.html, intern „WOLTY BUDGET — DVAG Strategy Intelligence v5“).

Benefits: Verbindet einen echten, nachvollziehbaren Budget-Score mit einem markentypischen, direkten Kommunikationsstil.

Logik: Deterministisches Budget-Modell (Einkommen, Fixkosten, Sparen, Schutz per Slider) mit Health-Score (Abzüge z. B. bei Fixkosten >35 %, Sparen <25 %, Schutz <8 %). Der System-Prompt kodiert explizit die 30-30-30-10-Regel (30 % Fixkosten/30 % Konsum/30 % Sparen/10 % Schutz) inklusive fest verdrahteter „Roast“-Sprüche zu typischen Ausgaben, und einer Compliance-Klausel: keine Aktien-/Krypto-Tipps. Chat läuft über GPT-4o-mini.

Handelsweise: Einkommen/Ausgaben per Slider eingeben → Health-Score und direkte, teils humorvolle GPT-4o-mini-Kommentare zur eigenen Budgetstruktur.

Real-Life Use Case: Ein Nutzer mit 45 % Fixkosten bekommt einen niedrigen Health-Score plus einen pointierten „Roast“-Kommentar, statt nur eine trockene Prozentzahl.

WOLTY Trading

Beschreibung: Zweistufige Chart-Analyse: echte Bild-Vision plus reale Kursdaten-Fusion (Datei: GOLD-WOLTY.html, intern „WOLTY TRADING — Trading Intelligence“).

Benefits: Verbindet, was ein Chart-Bild visuell zeigt, mit dem, was die Zahlen tatsächlich sagen.

Logik: Schritt 1: Chart-Screenshot wird an Mistral Pixtral zur visuellen Beschreibung geschickt. Schritt 2: Diese Beschreibung wird mit echten numerischen EOD-Daten kombiniert und an GPT-4o-mini gegeben, mit dem Auftrag, daraus Trendrichtung, Support-/Resistance-Level, Momentum und eine Trading-Empfehlung zu formulieren.

Handelsweise: Chart-Screenshot hochladen → Tool kombiniert visuelle Analyse mit echten Kursdaten zu einer Support/Resistance-Einschätzung.

Real-Life Use Case: Ein Chart-Screenshot eines fremden Symbols wird hochgeladen; das Tool liest sowohl die visuelle Formation als auch die realen Zahlen dahinter aus.

AI Journal

Beschreibung: Trotz Namens kein KI-Modell — ein lokaler, deterministischer Regel-Scorer hinter einer künstlichen Ladeanimation (Datei: AI-JOURNAL.html).

Benefits: Vollständig lokal, schnell, ohne Abhängigkeit von einem externen Modell — auch wenn das nicht das ist, was der Name suggeriert.

Logik: Persistenz über IndexedDB. Die als „AI Trade Analysis“ beworbene Funktion ruft laut eigenem Code-Kommentar explizit kein Sprachmodell auf („lokale deterministische Analyse, keine externe API“). Setup-Score, Psychologie-Feedback und Risikobewertung werden rein regelbasiert berechnet (Basiswert + Konfidenz-Gewichtung + historische Win-Rate desselben Setup-Typs + Stichwort-Erkennung wie SMA/RSI/MACD im Freitext). Eine künstliche 1,5-Sekunden-Verzögerung simuliert eine „KI denkt nach“-Animation, bevor das Ergebnis erscheint.

Handelsweise: Trade dokumentieren → nach kurzer Ladeanimation erscheint ein regelbasierter Score samt Kommentar — kein Modellaufruf, aber ein reproduzierbares Regelwerk.

Real-Life Use Case: Zwei identisch dokumentierte Trades erhalten exakt denselben Score — ein Beleg dafür, dass hier ein festes Regelwerk läuft, keine variable KI-Antwort.


TEIL C — Die Prompt-Bibliothek

Anbieterneutrale, sofort einsetzbare Prompt-Vorlagen für den Prime-AI-Stack

Acht im System hinterlegte Prompt-Vorlagen, ins Deutsche übertragen. Dieser Teil war bereits in der ersten Prüfrunde als präzise, unverfälschte Übersetzung des Originals bestätigt.

1. Evidenzbasiertes Markt-Briefing

Einsatzbereich: Orbitron Chat, Daniel.AI · Nutzen: schnelle Orientierung, ohne eine Marktdaten-Antwort in erfundene Gewissheit zu verwandeln.

Agiere als evidenzbasierter Marktanalyst. Analysiere [SYMBOL] für [ZEITRAHMEN] mit Ziel [OBJEKTIV]. Nutze ausschließlich die bereitgestellten Marktdaten und benannten Quellen. Liefere: 1) verifizierte Beobachtungen, 2) technische Interpretation, 3) relevante Risiken und fehlende Daten, 4) zwei Szenarien mit Invalidierungsbedingungen, 5) einen konkreten nächsten Schritt. Markiere jede Annahme explizit. Erfinde keine Kurse, Nachrichten, Level oder Quellen.

2. Chart-Review ohne erfundene Level

Einsatzbereich: Daniel.AI, WOLTY Trading · Nutzen: verwandelt einen Chart-Upload in eine strukturierte Review statt einer freien Meinung.

Prüfe den angehängten Chart für [SYMBOL] auf [ZEITRAHMEN]. Liste zuerst nur, was visuell verifizierbar ist: Trendstruktur, Swing-Punkte, Indikatoren, Volumenverhalten, Zeitrahmen. Gib danach eine bedingte Interpretation mit bullischem, bärischem und No-Trade-Fall. Nenne Preisniveaus nur, wenn sie im Bild/den Daten klar ablesbar sind; sonst "nicht verfügbar". Schließe mit den drei nützlichsten Anschlussfragen. Keine finanzielle Gewissheit, keine erfundenen Level.

3. Newsflow-Signal-Briefing

Einsatzbereich: Daniel.AI, Orbitron Chat · Nutzen: verdichtet einen Nachrichtenschwall zu Evidenz, Stimmung und Marktrelevanz.

Erstelle ein Newsflow-Briefing für [SYMBOL] ausschließlich anhand der bereitgestellten Schlagzeilen und Zeitstempel. Gruppiere nach Thema, kennzeichne jede Meldung als positiv, negativ, gemischt oder neutral und begründe die Kennzeichnung in einem Satz. Trenne bestätigte Information von Spekulation. Nenne, was die Schlagzeilen NICHT verraten, markiere Duplikate/Low-Quality-Meldungen und schließe mit den Marktfragen, die noch Chart- oder Kursdaten-Verifikation brauchen.

4. Bedingter Handelsplan

Einsatzbereich: WOLTY Trading, Daniel Commando · Nutzen: erzeugt einen ausführbaren Testplan bei sichtbarem Risiko, Invalidierung und No-Trade-Bedingungen.

Erstelle einen bedingten Handelsplan für [SYMBOL] mit Horizont [HORIZONT] und Risikobudget [RISIKO]. Sage kein Ergebnis vorher und verspreche keines. Spezifiziere: Marktkontext, Long-Trigger, Short-Trigger, Einstiegs-Evidenz, Invalidierungs-/Stop-Logik, Ziel-Logik, minimales akzeptables Chance-Risiko-Verhältnis, Positionsgrößen-Eingaben, Nachrichtenrisiken und explizite No-Trade-Bedingungen. Fehlt eine nötige Eingabe, frage danach oder markiere sie als unbekannt. Schließe mit einer Vor-Trade- und einer Nach-Trade-Checkliste.

5. Dokument- und Chart-Extraktion

Einsatzbereich: Gold Vaulty, WOLTY Trading · Nutzen: extrahiert nützliche Struktur aus Uploads, unsichere OCR-/Bildaussagen bleiben markiert.

Extrahiere den handlungsrelevanten Inhalt aus dem angehängten Dokument oder Bild. Liefere eine Tabelle mit: Element, exaktem Quellwortlaut, normalisierter Bedeutung, Konfidenz und nötigem Follow-up. Erhalte Daten, Einheiten, Namen und Zahlen exakt, wo lesbar. Markiere unlesbaren oder erschlossenen Inhalt als UNBEKANNT. Fülle keine Lücken aus allgemeinem Wissen. Schließe mit einer kurzen Zusammenfassung von Entscheidungen, Fristen, Risiken und Fragen für einen menschlichen Prüfer.

6. Budget-Entscheidungs-Briefing

Einsatzbereich: WOLTY Budget/Vaulty · Nutzen: verwandelt rohe Ausgabendaten in eine praktische Entscheidungsgrundlage, ohne überzogene Finanzberatung zu behaupten.

Prüfe diesen Budgetkontext für [ZEITRAUM]. Fasse zuerst die gegebenen Fakten zusammen und unterscheide wiederkehrende von einmaligen Posten. Identifiziere danach die drei größten Kostentreiber, Cashflow-Druckpunkte und realistische Sparhebel. Biete drei Szenarien: konservativ, ausgewogen, ambitioniert. Zeige die Annahmen hinter jeder Schätzung, markiere fehlende Informationen und schließe mit einem Sieben-Tage-Aktionsplan. Erfinde keine Einkommen, Salden, rechtlichen Verpflichtungen oder zukünftigen Renditen.

7. Agent-Handoff und Verifikation

Einsatzbereich: jede Prime-AI-App, LeMarché Core · Nutzen: gibt dem nächsten Agenten oder Menschen alles, was zur Reproduktion, Prüfung oder Fortsetzung nötig ist.

Bereite einen maschinenlesbaren Handoff für den nächsten Operator vor. Enthalte: Absicht, Nutzerziel, App-/Provider-Route, erlaubte Quellen, Eingaben, Zeitrahmen, durchgeführte Aktionen, verifizierte Evidenz, generierte Interpretation, Annahmen, Unsicherheit, Fehlerzustände, offene Fragen, empfohlenen nächsten Schritt und benötigte Freigabe. Verstecke niemals fehlende Daten. Behandle generierten Inhalt als Hypothese, bis eine benannte Quelle oder ein deterministisches Modul sie verifiziert. Führe keine externe Aktion aus oder impliziere sie ohne explizite Freigabe.

8. Drei-Minuten-Vertriebsdemo

Einsatzbereich: GoldShield Desktop, LeMarché Core · Nutzen: verwandelt das Produkt in eine kurze, glaubwürdige Geschichte anhand des sichtbaren Frage-Generieren-Verifizieren-Handoff-Kreislaufs.

Erstelle ein Drei-Minuten-Demo-Skript für [ZIELGRUPPE] mit Use Case [USE CASE]. Zeige eine fokussierte Frage, eine Prime-AI-Antwort, einen Verifikationsschritt im Core Stack und ein Handoff-Artefakt. Nenne für jeden Beat, was das Publikum sieht, warum es zählt, und den Beweispunkt. Nenne eine ehrliche Einschränkung und eine Qualifikationsfrage. Vermeide generische KI-Behauptungen, Modell-Verherrlichung und Feature-Aufzählung. Schließe mit einem messbaren Pilotvorschlag.

TEIL D — Best Practices nach Rolle

Drei Perspektiven auf dieselben Werkzeuge: Nutzer, Agent, Vertrieb

Aus der echten Produkt-Dokumentation übersetzt, für LeMarché und GoldShield getrennt.

D.1 — LeMarché

Für Nutzer: Mit einer einzigen Frage und einem festgelegten Zeitrahmen beginnen. Marktdaten-Module vor Signal- oder Portfolio-Modulen nutzen. Widerspruch zwischen Werkzeugen als Anlass zur Prüfung der Annahmen behandeln, nicht ignorieren. Eingaben und Zeitstempel bei jeder entscheidungsrelevanten Ausgabe speichern. Eine Proxy-Antwort niemals als Modellmeinung interpretieren, außer das Modul sagt das ausdrücklich.

Für Agenten: Deterministische Anfragen an ein benanntes LeMarché-Modul routen, keine fehlende Fähigkeit erfinden. Symbol, Handelsplatz, Zeitrahmen, Datenquelle und Berechnungsannahmen vor dem Handeln nennen. Evidenz, Berechnungsergebnis, Unsicherheit und nächste Aktion als getrennte Felder zurückgeben. Niemals aus einem EOD-/Marktdaten-Proxy eine konversationelle Schlussfolgerung, Stimmung oder LLM-Antwort behaupten. Vor jeder externen Trading-, Konto- oder unumkehrbaren Aktion einen Menschen fragen.

Für Vertrieb: Den Workflow vorführen, nicht die Dateianzahl: Frage, Modul, Ausgabe, Vergleich, Handoff. Das Ticker-Terminal-Verzeichnis nutzen, um zu zeigen, dass der aktuelle Bestand kuratiert und schnell durchsuchbar ist. Das 0-VOLUMEN-Lab als fortgeschrittenes Labor positionieren, nicht als Standard-Einstieg. Die KI-Grenze explizit benennen — das erhöht Vertrauen, statt Wert zu mindern. Mit dem nächsten konkreten Use Case und dem verantwortlichen Teammitglied abschließen.

D.2 — GoldShield

Für Nutzer: Die App nach Aufgabe wählen: Kommando, Chart, Ticker, Dokument, Budget oder Trading. Zeitrahmen und Evidenzgrenze in jede KI-Anfrage einbauen. Generierte Interpretation von verifizierten Markttatsachen trennen. Den Core Stack nutzen, um wichtige Behauptungen vor dem Handeln herauszufordern. Sensible Zugangsdaten und unumkehrbare Aktionen aus Chat-Prompts heraushalten.

Für Agenten: Absicht, erlaubte Quellen, Zeitrahmen und Ausgabeschema vor dem Aufruf einer KI-App deklarieren. KI-Ausgabe als Hypothese behandeln, bis eine Quelle oder ein Core-Stack-Modul sie verifiziert. Provider, Modellroute, Evidenz, Unsicherheit und Fehlerzustand im Handoff bewahren. Niemals Browser-Zugangsdaten offenlegen oder anfordern; die serverseitige Proxy-Grenze nutzen. Vor Handel, Ausgabe, Versand, Veröffentlichung oder Änderung externer Daten um menschliche Freigabe bitten.

Für Vertrieb: Mit dem Betriebskreislauf einsteigen: fragen, generieren, verifizieren, entscheiden, übergeben. Eine Prime-App und ein Core-Modul in der ersten Demo nutzen, App-Namen-Überladung vermeiden. Das Anti-Halluzinations-Verhalten mit einer prüfbaren Behauptung zeigen. Erklären, dass verschiedene Provider isolierte Testflächen sind, kein magisch vermischtes Einzelmodell. Mit einem messbaren Pilotprojekt schließen: Antwortzeit, Verifikationsrate, verantwortliches Teammitglied.


Anhang — Vollständiger Tool-Index (alphabetisch)

Verweis in Klammern: Teil und Abschnitt. Nur die 50 in dieser Ausgabe verifizierten Tools.

A/D Flow (A.5) · Black-Scholes (A.5) · Breakout Scanner (A.2) · Broker Signals (A.2) · Chaikin Money Flow Pro (A.5) · Charts Bot (A.3) · Coin Toss (A.4) · Daniel Commando (B) · Daniel.AI (B) · Denarius (A.2) · Gaussian HMM (A.5) · Gold Vaulty (B) · Heston Volatility (A.5) · Insider Radar (A.5) · Isolation Forest (A.5) · K-Means Liquidity (A.5) · Keikin Ashy / Heikin-Ashi (A.3) · L'Average (A.3) · L'Intraday (A.3) · LeFIBONACCI (A.3) · LeMarché Home (A.1) · LeMarché Workshell (A.1) · LeTrend (A.3) · LeView (A.3) · Markov Regime (A.5) · Mean Reversion (A.4) · Mega-Volume (A.5) · Money Flow Index (A.5) · MTF Analyse (A.3) · Neural Funds (A.4) · OBV Pro (A.5) · Orbitron Chat (B) · Orderbook (A.4) · Position Sizer (A.4) · Psycho Levels (A.4) · PVO (A.5) · Robo Advisor LeMarché (A.4, auch im GoldShield-Katalog gelistet, siehe Teil B) · RS Screener (A.4) · Sektor Rotation (A.4) · Stop Manager (A.4) · Tempo Trader (A.4) · Ticker Pro (B) · Ticker Terminal (A.2) · Trend Matrix (A.3) · VPVR (A.5) · VWAP (A.5) · WOLTY Budget / Vaulty (B) · WOLTY Trading (B) · AI Journal (B).


Für wen ist das?

LeMarché eignet sich für alle, die Marktanalyse selbst in die Hand nehmen wollen — mit nachvollziehbaren Formeln statt Blackbox-Signalen: aktive Privatanleger, angehende Trader, alle, die technische Analyse tatsächlich verstehen statt nur konsumieren wollen. GoldShield eignet sich für alle, die dieselbe Marktbasis konversationell nutzen wollen — per Chat, per Chart-Upload, per Sprache — ohne auf die Verifizierbarkeit zu verzichten.

Beide Desktops teilen sich denselben Kern: LeMarché liefert die Evidenz, GoldShield liefert die Einordnung. Wer beide zusammen nutzt, bekommt das, was in Trading-Software selten ist — einen eingebauten Realitätscheck.

Nochmals ausdrücklich: Dieses Werk und der beschriebene Stack sind keine Anlageberatung, sondern ein wissenschaftliches/technisches Experimentierprojekt zu Bildungs- und Informationszwecken. Keine Gewinngarantie, keine Kauf-/Verkaufsempfehlung — jede Entscheidung liegt bei dir.

Genitus Inc. · Domvs Aurea